Beim Linde-Isothermreaktor handelt es sich um einen für endotherme und exotherme katalytische Reaktionen geeigneten Festbettreaktor mit indirektem Wärmeaustausch.
Gas/Gas-, Gas/Flüssigkeit- und Flüssigkeit/ Flüssigkeitsreaktionen können durchgeführt werden. Für den Kühl- bzw. Heizbetrieb können im Reaktor die fühlbare Wärme von Gasen und Flüssigkeiten sowie die latente Verdampfungswärme genutzt werden.
Die Entwicklung des Linde-Reaktors erfolgte besonders mit Blick auf exotherme Reaktion und die Dampferzeugung.
Der Reaktor ist vorteilhaft einsetzbar z.B. bei folgenden Verfahren in der chemischen Industrie:
Methanolsynthese
CO-Konvertierung
Hydrierung
Methanisierung
CLINSULF®- Schwefelrückgewinnung
Fischer-Tropsch-Synthese
Ethylenoxid-Synthese
Synthese höhersiedender Alkohole
Die Temperaturregelung erfolgt einfach durch Verändern des Dampfdrucks.
Die sehr hohen Wärmeübergangszahlen auf der Katalysatorseite, die mit der Kreuzströmung erzielt werden, verringern die benötigte Kühlfläche beträchtlich.
Aufgrund der flexiblen Anordnung der Röhren im Bündel sind hohe örtliche und zeitliche Temperaturgefälle zulässig, wodurch schnelles An- und Abfahren ermöglicht wird. Die Kühlflächendichte im gleichen Reaktorbündel kann durch Verändern des axialen Rohrabstandes dem jeweiligen Wärmeanfallprofil angepaßt werden.
Von allen isothermen Reaktoren weist der Linde-Isothermreaktor die größte Katalysatormenge pro Reaktorvolumen auf.
Während der Befüllung mit Katalysator begrenzt das Rohrbündel den freien Fall der Katalysatorteilchen. Dadurch wird die physikalische Beschädigung des eingefüllten Katalysators auf ein Mindestmaß reduziert.
Kapazität: Bezogen auf die Methanolsynthese und je nach Verfahrensbedingungen ist eine Kapazität bis zu 4.000 tato realisierbar.